Startseite  |  Impressum  |  Sitemap  |  Datenschutz
Projekte
Schriftgröße
Filmtage-Sonntag

 

Veranstaltungs-Tipps 2017

Einkaufen in Hof

 

Druckversion

HOFSCHOKOLADE

Die Hofer Stadtschokolade – Hofgenuss, fair in aller Munde.

Angeregt von Arbeitskreis Fairer Handel der Agenda21 Hof ist die Hofer Stadtschokolade inzwischen Erfolgsgeschichte, die auch überregional schon bekannt geworden ist.

Grund dafür: Die Hofer Stadtschokolade ist bio- und fairtrade zertifiziert und regional hergestellt. Außerdem: Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Hof wurden wo immer möglich in die Entwicklung des Produktes einbezogen.

Über einen Namenswettbewerb, der in Zusammenhang mit der lokalen Zeitung (Hofer Anzeiger) bekannt gemacht wurde, beteiligten sich über 60 Bürgern mit mehr als 160 Vorschlägen.

In Probiertests, die bei allen wichtigen Märkten und Festen in Hof angeboten wurden, durften die Hofer die Sorte der Stadtschokolade mitbestimmen: Vollmilch, Melange oder Zartbitter. Die Ergebnisse allerdings regten das Konditorehepaar Kai und Katrin Sachadä des ältesten Kaffeehauses in Hof (Café Vetter) dazu an, gleich mehrere Sorten der Schokolade anzubieten.

Das bedeutete dann auch für die Hofer Fachhochschulstudentin Angela Schuchart, dass sie gleich drei Motive des Designs entwickeln musste. Daraus hat sich dann die Idee entwickelt, auf jede Schokolade ein anderes Wahrzeichen der Stadt abzubilden. Wenn also alle drei Schokoladen nebeneinander liegen, ergibt das eine schöne Silhouette der Stadt. Viele Kunden kaufen deshalb gleich alle drei Sorten!

Seit der Lancierung der Stadtschokoladen Ende September 2010 wurden in den ersten drei Monaten bereits 14 000 Tafeln verkauft. Das ist mehr als alle erwartet hatten und zeigt, dass gerade die Verbindung – bio, regional, fair – sehr gut angenommen wird. Und der faire Handel ist in Hof nun „in aller Munde“!

Anne Oertel

AK fairer Handel der Agenda 21 Hof

Der Arbeitskreis fairer Handel der Agenda 21 Hof wird getragen von engagierte Initiativen, wie den Eine-Welt-Laden des CVJM oder dem Eine-Welt-Kreis der Kirchengemeinden St. Konrad /St. Pius und engagierten Bürgern und Bürgerinnen. Mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für den fairen Handel zu schaffen und gleichzeitig auch die regionale Wirtschaft zu fördern, wurde Anfang 2010 im Arbeitskreis FAIRER HANDEL die Idee geboren, eine Hofer Stadtschokolade zu entwickeln. In 19 bayerischen Städten gab es schon bio und faire Stadtschokoladen, doch in Hof sollte die Schokolade ganz besonders werden. BIO, FAIR und REGIONAL sein. D.h.

  • Die Schokolade sollte von den Bürgern der Stadt mit entwickelt werden: Warum? Weil es wünschenswert ist, dass möglichst viele Bürger die Entwicklung ihrer Stadt aktiv mitgestalten. Das ist auch die Grundidee der Agenda21.
  • Der Hersteller der Schokolade sollte aus der Region kommen: Warum? Weil wir damit auch unsere heimischen Betriebe fördern können. Arbeitsplätze können hier geschaffen werden und die Wertschöpfung bleibt zu einem Teil in Hof.
  • Der Kakao sollte in Bio-qualität und aus dem Fairen Handel sein: Warum??? Kakao zählt nach Erdöl und Kaffee zu den meistgehandelten Rohstoffen auf dem Weltmarkt. Heute bestreiten ca. 14 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt mit der Produktion von Kakao. Schätzungsweise 90 Prozent des weltweit produzierten Kakaos stammt von Familienbetrieben, die oft nur kleine Felder von weniger als fünf Hektar bewirtschaften und für ihre Produkte oft viel zu niedrige Preise erhalten, die unter dem eigentlichen Marktwert liegen. Der Faire Handel bietet den Bauern und Bäuerinnen die Möglichkeit einen festen Mindestpreis für ihren Kakao zu erwirtschaften, so dass sie ihre Lebensqualität steigern können und über die sogenannten „Fair trade Prämie“ werden Gemeinschaftsprojekte wie Schulen oder Gesundheitsstationen aufgebaut. Hilfe zur Selbsthilfe – eine der besten Formen der Entwicklungszusammenarbeit.

Gemeinsam mit dem Stadtmarketing Hof,  dem Hofer Anzeiger, der Hochschule Hof, dem Lions Club und vielen anderen Kooperationspartnern, allen voran natürlich das Cafe Vetter als Hersteller der Schokolade, hat der Arbeitskreis FAIRER HANDEL dieses Projekt in Hof verwirklichen können. Und siehe da, gemeinsam hat es geklappt. Dank der Unterstützung aller, haben wir es geschafft, die von den Bürgern selbst kreierte Schokolade auch über Hof hinaus bekannt zu machen… Das war nur möglich weil alle mitgemacht haben. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die sich an diesem Projekt beteiligt haben, die Schokolade gekauft haben und die für das Projekt Werbung gemacht haben..

Auch ohne Geld, haben wir aufzeigen können, dass nachhaltige Kriterien, wie bio regional fair, sich etablieren können! Und in Bonn und München sind sie bereits auf dieses Hofer Projekt aufmerksam geworden.

Download Plakat Stadtschokolade